-
11
pages
-
German
-
Documents
-
2016
Description
TEXT A
Die Initiative „Lebensmittelretter“
Heute ist ein guter Tag: Es sind Früchte im Müll1
. „Toll“, sagt Raphael Fellmer. Da
wird sich meine Tochter freuen.“ Der 30-jährige Berliner ernährt seine Familie von
Abfall2
. Oder besser gesagt von dem, was Supermärkte dazu deklarieren. Zweimal
die Woche fährt er zu einer Filiale der Bio Company, wo die Mitarbeiter ihm die
Lebensmittel übergeben, die sie sonst weggeschmissen3 5 hätten.
Müslipackungen, Salat, Brötchen, die zu Dutzenden übrig geblieben sind. Am
Morgen müssen neue Produkte in die Regale. In Fellmers Rucksack kommt nicht
alles rein. Er ist mit seinem Rad gekommen, in der Tasche ein Ausweis:
„Lebensmittelretter“ steht auf einem Stück Papier. Raphael Fellmer hat diese
10 Initiative im letzten Sommer gegründet.
Fellmer hat alle Biosupermärkte seiner Umgebung angeschrieben, ihnen angeboten,
die Lebensmittel abzuholen, bevor sie in die Tonne kommen. Der Chef der Bio
Company war der einzige, der positiv antwortete.
„Wir leben in einer perversen Überflussgesellschaft4
“, sagt Fellmer. Jeder Deutsche
15 schmeißt im Schnitt fast 80 Kilo Lebensmittel weg – pro Jahr. Fellmer kennt die
Zahlen dutzender Studien auswendig: Elf Millionen Tonnen Lebensmittel landen in
Deutschland jährlich auf dem Müll. Mehr als die Hälfte davon – 6,7 Tonnen – wäre
noch essbar gewesen.
Die Initiative „Lebensmittelretter“
Heute ist ein guter Tag: Es sind Früchte im Müll1
. „Toll“, sagt Raphael Fellmer. Da
wird sich meine Tochter freuen.“ Der 30-jährige Berliner ernährt seine Familie von
Abfall2
. Oder besser gesagt von dem, was Supermärkte dazu deklarieren. Zweimal
die Woche fährt er zu einer Filiale der Bio Company, wo die Mitarbeiter ihm die
Lebensmittel übergeben, die sie sonst weggeschmissen3 5 hätten.
Müslipackungen, Salat, Brötchen, die zu Dutzenden übrig geblieben sind. Am
Morgen müssen neue Produkte in die Regale. In Fellmers Rucksack kommt nicht
alles rein. Er ist mit seinem Rad gekommen, in der Tasche ein Ausweis:
„Lebensmittelretter“ steht auf einem Stück Papier. Raphael Fellmer hat diese
10 Initiative im letzten Sommer gegründet.
Fellmer hat alle Biosupermärkte seiner Umgebung angeschrieben, ihnen angeboten,
die Lebensmittel abzuholen, bevor sie in die Tonne kommen. Der Chef der Bio
Company war der einzige, der positiv antwortete.
„Wir leben in einer perversen Überflussgesellschaft4
“, sagt Fellmer. Jeder Deutsche
15 schmeißt im Schnitt fast 80 Kilo Lebensmittel weg – pro Jahr. Fellmer kennt die
Zahlen dutzender Studien auswendig: Elf Millionen Tonnen Lebensmittel landen in
Deutschland jährlich auf dem Müll. Mehr als die Hälfte davon – 6,7 Tonnen – wäre
noch essbar gewesen.
-
Publié par
-
Publié le
21 juin 2016
-
Langue
German