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autonome a.f.r.i.k.a. gruppe Kommunikationsguerilla – Transversalität im Alltag? [09_2002] Vor ein paar Jahren haben wir den Begriff „Kommunikationsguerilla“ geprägt, um eine Anzahl politischer Praxisformen zu bezeichnen – Praxisformen, die alte Grenzziehungen zwischen politischer Aktion und Alltagswelt, subjektiver Wut und rationalem politischem Handeln, Kunst und Politik, Begehren und Arbeit, Theorie und Praxis überschreiten. Der Begriff bezeichnet also keine Organisation wie Globalize Resistance, kein politisches Netzwerk wie Attac, und auch keine der komplexeren, rhizomatischen und sich immer wieder neu zusammensetzenden Formationen der globalen Protestbewegung wie People’s Global Action [http://www.agp.org/] oder das europäische noborder-Netzwerk [http://www.noborder.org/]. Die imaginären Brigaden der Kommunikationsguerilla sind untereinander nicht unbedingt vernetzt. Was sie verbindet, ist ein spezifischer Stil politischen Handelns, der sich aus einem wachen Blick auf die Paradoxien und Absurditäten der Macht speist und diese im Spiel mit Repräsentationen und Identitäten, mit Verfremdung und Überidentifikation zum Ausgangspunkt politischer Interventionen macht. Entstanden in den 90er Jahren, war das Konzept „Kommunikationsguerilla“ nicht zuletzt eine Antwort auf die Erschöpfung des traditionellen linken Aktivismus nach dem Fall der Mauer. Auf der Suche nach neuen Praxisformen entstand (zumindest punktuell) eine neue, transversale Praxis ...
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